THW Montabaur im Einsatz: Unterstützung nach Explosion in Bretthausen
Bretthausen/Montabaur 31. Mai 2025 – Nach einer schweren Explosion in einem Wohnhaus mit angrenzender Werkstatt in Bretthausen war das Technische Hilfswerk (THW) Ortsverband Montabaur am vergangenen Samstag mit seinem Baufachberater-Team im Einsatz. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rennerod waren mit über 100 Einsatzkräften vor Ort und konnten die Löscharbeiten weitgehend abschließen. Aufgrund mehrerer Teileinstürze war das sichere Ablöschen verbliebener Glutnester ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen nicht möglich.
Das Baufachberater-Team des THW Montabaur übernahm unmittelbar nach dem Eintreffen die fachliche Beurteilung der durch die Explosion verursachten Gebäudeschäden. „Unsere erste Aufgabe war die schnelle Beurteilung der Gebäudestatik“, berichtet Leon Heibel, einer der beiden Baufachberater des THW Montabaur. „Nur so konnten wir sicherstellen, dass die Feuerwehr gefahrlos weiterarbeiten konnte.“
Bereits die erste Erkundung der Einsatzstelle ergab massive Beeinträchtigungen der Statik. Mehrere tragende Elemente waren beschädigt, Teile des Gebäudes bereits eingestürzt. Angesichts dieser erheblichen Risiken für die eingesetzten Feuerwehrkräfte war ein sicheres Ablöschen der Glutnester unter den eingestürzten Gebäudeteilen nicht möglich.
Auf Grundlage der Einschätzung des Baufachberater-Teams des THW Montabaur entschied die Einsatzleitung, die Fachgruppe Räumen des THW Ortsverbandes Dillenburg nachzualarmieren.
Unter der Aufsicht der Baufachberater wurden mithilfe eines Radbaggers gezielt einsturzgefährdete Gebäudeteile abgetragen und durch die Feuerwehr abgelöscht. Um ein unkontrolliertes Einstürzen weiterer beschädigter Bauteile zu verhindern, wurden diese in Abstimmung mit Einsatzleiter Heinz-Werner Schütz, Wehrleiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rennerod, kontrolliert niedergelegt.
Parallel zu diesen Maßnahmen führte die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung des THW Montabaur Sicherungsmaßnahmen an benachbarten Gebäuden durch. Mehrere Fenster hatten durch die Explosion und die damit einhergehende Druckwelle Schäden davongetragen. Die beschädigten Fensteröffnungen wurden mit stabilen Holzplatten gesichert, um das Eigentum zu schützen.
„Eine der großen Stärken des THW ist es, dass wir regionsübergreifend auf die Fachgruppen anderer Ortsverbände zurückgreifen können. So können wir im Einsatz flexibel reagieren und für alle Beteiligten ein optimales Ergebnis erzielen“, erklärt Fabian Fasel, Zugführer des Technischen Zuges des THW Montabaur, der vor Ort die Koordination der THW-Einsatzkräfte übernommen hatte.